Schlangenhaut im Garten gefunden – Polizei sucht Königspython

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Main-Kinzig-Kreis Schlangenhaut im Garten gefunden – Polizei sucht Königspython

Im Main-Kinzig-Kreis ist eine Königspython aus einem Terrarium entkommen. Jetzt gibt es eine neue Spur – und reichlich Herzklopfen bei einer Anwohnerin.

Nahaufnahme einer getrockneten Schlangenhaut, die auf einem Stück Holz liegt.

Die Schlangenhaut, die in einem Garten in Brachttal gefunden wurde. Bild © privat

Ein größeres Stück Schlangenhaut hat im Main-Kinzig-Kreis die Polizei auf den Plan gerufen. Eine Anwohnerin in Brachttal fand die Haut am Dienstag auf einem Holzstapel auf ihrem Grundstück, wie das Polizeipräsidium Südosthessen mitteilte.

Die Ermittlungen der Polizei deuten darauf hin, dass es sich um die Häutung einer in der Nachbarschaft vermissten Schlange handeln könnte.

Videobeitrag Nahaufnahme einer getrockneten Schlangenhaut, die auf einem Stück Holz liegt.

Die Schlangenhaut, die in einem Garten in Brachttal gefunden wurde. Bild © privat

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Eine einheimische Schlangenart komme aufgrund der Größe und der auffälligen Musterung der Haut wahrscheinlich nicht infrage, so die Polizei.

Zudem habe ein Nachbar den Einsatzkräften im Rahmen der Ermittlungen berichtet, dass seine Königspython vor einem Monat aus dem Terrarium entkommen und durch ein geöffnetes Badezimmerfenster ins Freie gelangt sei. Laut Polizei konnte das Tier bislang nicht gefunden werden.

Grundstücksbesitzerin: "Ich hatte Herzklopfen"

Die Schlange hatte offenbar unter dem Holzstapel im Garten von Jessica Riemenschneider Unterschlupf gefunden. "Ich hatte schon Herzklopfen", sagt sie der hessenschau. "Es ist auch komisch, jetzt hier zu stehen, man weiß ja nicht wo die Schlange ist. Und wir haben Hühner, Hasen und Kinder, die Nachbarn haben Hunde und Katzen."

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00:39 Min.|Marcel Ronge

Bild © hessenschau.de| zur Audio-Einzelseite

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Giftig ist die Schlange zwar nicht, doch ihr Biss kann durchaus schmerzhaft sein. Normalerweise beißt sie zwar nicht. In ihrer ungewohnten Situation könne sie sich jedoch anders verhalten, sagt Schlangenexperte Dennis Jenschke vom Frankfurter Zoo. "Natürlich ist es dann auch möglich, dass da andere Verhaltensweisen sind."

Ratten und Mäuse als Beute

Für gewöhnlich erdrosselt die Königspython ihre Beute. "Die haben schon eine große Drückkraft", sagt der Experte. Ein Hase oder eine Katze gehörten eher nicht zum Beutespektrum. "Aber alles, was in Richtung Ratten geht oder andere Nagetiere."

Menschen, die das Reptil sichten, sollten Abstand halten und nicht versuchen, die Schlange selbst einzufangen. Stattdessen sollten sie sofort die Polizei informieren.