Blitz löste Brand im Almwald ober Göstling aus
Während eine Unwetterfront am Dienstagabend im südlichen Niederösterreich für Überschwemmungen und Vermurungen sorgte, hätte ein Gewitter über den Göstlinger Alpen beinahe andere schlimme Folgen haben können. Im Wald auf 820 Metern Seehöhe setzte ein Blitzschlag einen Baum in Brand und löste einen Brand auf dem umliegenden Waldboden aus.

Brennender Wurzelstock.
Ein aufmerksamer Jäger sah den Feuerschein und Rauch am gegenüberliegenden Hang und informierte unverzüglich den zuständigen Oberförster der Bundesforste. Dieser alarmierte um 20.13 Uhr die Feuerwehr Göstling/Ybbs.
Da sich zum Zeitpunkt der Alarmierung das Kommando sowie mehrere Kameraden – darunter Mitglieder der Waldbrandgruppe – zu einer Besprechung im Feuerwehrhaus befanden, habe man unverzüglich mit einem Mannschaftstransportfahrzeug und dem Tanklöschfahrzeug zur Erkundung ausrücken können, berichtete die FF Göstling.
Nachalarmierung auf der Anfahrt
Der alarmierte Brandort befand sich beim „Almwald – Richtung Stierkopf/Hochkogel“. Während der Anfahrt wurde nach Rücksprache mit dem Oberförster die Alarmstufe auf „B2 – Waldbrand“ erhöht, wodurch auch die FF Lunz nachalarmiert wurde.

Einsatzautos auf Forststraße.
Am Brandort fanden die Einsatzkräfte den in Flammen stehenden Baum vor. Diesen fällten die Einsatzkräfte kontrolliert. Anschließend wurde die umliegende Bodenfläche auf mehreren Quadratmetern mit Bodenbearbeitungswerkzeugen geöffnet und mithilfe eines D-Rohres gründlich abgelöscht.
Aufgrund der starken Hitzeentwicklung im Wurzelbereich flammten Glutnester im steilen, unwegsamen Gelände – rund 400 Meter unterhalb der Forststraße – immer wieder auf. Dadurch gestalteten sich die Löscharbeiten entsprechend aufwendig und mühsam, berichtete die Feuerwehr Göstling/Ybbs.
Kurz nach 22 Uhr konnte schließlich „Brand Aus“ gegeben werden. Nach abschließender Kontrolle der Brandstelle rückten die Einsatzkräfte wieder in die Feuerwehrhäuser ein. Im Einsatz standen die FF Göstling und die Feuerwehr Lunz. Insgesamt waren 45 Freiwillige mit 8 Fahrzeugen zur Brandbekämpfung angerückt. Auch zwei Polizeibeamte und der Bundesforste-Verantwortliche waren am Einsatzort.
kurier.at, watzenh | 15.07.2026, 6:20