Besonderes Carsharing-Angebot soll in München starten – doch es gibt zwei Probleme
Stand: 18.07.2026, 12:00 Uhr
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Ein Verein will Münchens erstes nicht gewinnorientiertes Carsharing aufbauen. Doch für den Start sucht die Initiative dringend noch Mitglieder.
Trudering-Riem – Sie wollen Münchens erstes, nicht gewinnorientiertes Carsharing-Angebot werden: die Vereinsinitiative Carsharing Trudering (CarSt). „Wir wollen eine umweltfreundliche Alternative zum eigenen Auto sein, von Nachbarn für Nachbarn“, erklärt CarSt-Vorstand Rainer Ludwig. Es sei doch ein Wahnsinn, wie viele Autos auf den Straßen stehen würden. „Bei uns kommt man an einigen Stellen kaum noch durch.“ Und überall Staus. Mit dem Carsharing könne man gemeinsam zur Mobilitätswende beitragen, findet Ludwig. Jedes Carsharing-Auto ersetze 20 Privat-Pkw. Bei ihm selbst stellte sich die Frage nach dem eigenen Auto nach einem Unfall-Totalschaden.

Besonderes Carsharing will in München starten – aber Autos und Mitstreiter fehlen noch
Nach einem Jahr Vorbereitung wollen die Truderinger nun diesen Herbst starten. Allerdings fehlen derzeit noch die Autos und ausreichend Mitstreiter. Obwohl das Interesse da sei, wie Ludwig versichert. Mindestens 30 Menschen müssten mitmachen, „damit lassen sich voraussichtlich zunächst zwei bis drei Fahrzeuge anschaffen und das Carsharing wirtschaftlich betreiben“. Derzeit liegt man bei 20 Beitritten. Nun ist eine große Werbeaktion geplant.
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Die Anmeldegebühr beträgt 50 Euro, hinzu kommt eine Einlage von 600 Euro, die bei Austritt zinsfrei zurückgezahlt wird. Die Ausleihgebühr berechnet sich nach Zeit und Kilometern. Ein Kompaktauto wie ein Ford Fiesta würde bei sechs Stunden Ausleihe und 100 Kilometer Strecke 47,70 Euro kosten, bei einem Mini-Van käme man bei 10 Stunden und 180 Kilometern auf 99,50 Euro. Weitere Infos gibt es unter www.carst.org.
Initiative beschränkt sich auf München-Trudering
Die Initiative beschränkt sich allerdings nur auf Trudering. Unklar ist derzeit noch, wo die Autos des stationsbasierten Carsharings stehen werden. „Wegen der Parkplätze verhandeln wir noch mit der Stadt.“ Auch bei der Frage, ob die Truderinger während der Ausleihe auf Parkplätzen anderer Carsharer stehen dürften und den Mitgliedern so quasi als Mehrwert die Parkplatzsuche erspart wird.
Durch Kooperationen mit benachbarten Carsharing-Vereinen in Haar und Vaterstetten steht den CarST-Mitgliedern von Beginn an schon ein weit größerer Fahrzeug-Pool, darunter auch Kleinbusse und Transporter, zur Verfügung. Die können die Truderinger auch buchen, müssen sie jedoch dort vor Ort abholen und zurückgeben. Die Kollegen hätten mit ihren Erfahrungen bei IT, Verwaltung, Buchungssystemen und Abrechnungen geholfen, betont Co-Vorstand Johann Bieringer. Trotzdem: „Da sind noch viele Gespräche nötig, es ist learning by doing“, erklärt Ludwig und hofft auf einen gewissen Vertrauensvorschuss der Truderinger.