Becker sicher: Mit Zverev ist nach Wimbledon-Fiasko „irgendetwas passiert“ – Tiefpunkt als Rettung?
Stand: 14.07.2026, 13:05 Uhr
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Alexander Zverev befindet sich trotz der Niederlage im Wimbledon-Finale in der Form seines Lebens. Boris Becker erklärt den Formaufschwung.
Wimbledon – Wimbledon 2025. Alexander Zverev sitzt nach seinem Erstrunden-Aus auf der Pressekonferenz und spricht über Einsamkeit. Seine Tochter Mayla sei die einzige Person, die ihn wirklich glücklich mache. „Es ist das Gefühl, als würde man ins Bett gehen und ist einfach nicht motiviert für den nächsten Tag. Man hat keine Lust, aufzustehen und zur Arbeit zu gehen“, offenbarte Zverev seine mentalen Probleme damals. Sätze, die hängen bleiben. Auch Boris Becker hat sie nicht vergessen – und glaubt, dass genau dieser Moment alles verändert hat.

Ein Jahr später ist Zverev nämlich ein anderer. Zumindest wirkt es so. Am Sonntag stand der Hamburger erstmals im Wimbledon-Finale, verlor zwar gegen Jannik Sinner, aber spielte so befreit wie nie zuvor. „Leichtfüßig, charmant in den Interviews, nicht nervös“ – so beschreibt Becker den neuen Zverev in seinem Podcast „Becker Petkovic“. Die Frage, die ihn dabei umtreibt: „Warum erst jetzt?“
Alexander Zverev schützt seinen Fokus
Becker findet seine Antwort bei Zverevs Tiefpunkt vor einem Jahr. „Da ist irgendwas passiert mit ihm, zwischenmenschlich, privat, beruflich“, ist sich der dreimalige Wimbledon-Sieger sicher. „Nachdem er die erste Runde verloren hatte, ist mit ihm psychologisch irgendwas passiert.“ Vor einem Jahr hätte Becker Zverev nach seinen emotionalen Aussagen noch einfach nur „umarmen“ wollen.
Zverev scheint eine Lösung für seine Probleme gefunden zu haben. Becker beobachtet, wie der 29-Jährige sich bewusst abschottet, sich seinen Fokus schützt: „Er macht es jetzt clever, man kann ihn einfach auf seinem Telefon nicht mehr erreichen, inklusive seiner Partnerin (Sophia Thomalla; Anm. d. Red.) nicht.“ Zverev schaltet während Grand-Slam-Turnieren nämlich sein Handy aus und achtet beispielsweise auf genügend Schlaf.
Für Zverev scheinen diese Tricks zu funktionieren. Nach dem Gewinn der French Open im Juni und dem Erreichen des Wimbledon-Finales scheint für den Deutschen auch bei den US Open der große Wurf drin zu sein. Ewig funktionieren die Tricks von Zverev aber nicht, meint Becker. Am Ende sei dieses Aus-der-Welt-sein nur eine „Vortäuschung falscher Tatsachen“ für Becker. Zverev scheint es allerdings zu helfen. (kk)