Auf Seemine aufgelaufen: Iranische Medien: Öltanker explodiert in Straße von Hormus
Auf Seemine aufgelaufenIranische Medien: Öltanker explodiert in Straße von Hormus
26.07.2026, 18:36 Uhr
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Der Iran fordert Schiffe in der wichtigen Meerenge von Hormus auf, nur einer bestimmten Route zu folgen. Sonst drohe Gefahr durch Minen. Iranischen Medien zufolge soll nun ein Öltanker aufgelaufen sein. Eine westliche Bestätigung dafür gibt es nicht.
In der Straße von Hormus soll nach Berichten iranischer Medien ein Öltanker auf eine Seemine aufgelaufen und explodiert sein. Der Tanker sei von einer vorgeschriebenen Route abgewichen, berichteten die dem Militär und den Revolutionsgarden nahestehenden Nachrichtenagenturen Defapress und Tasnim. Der Tanker habe zuvor sein Radarsystem ausgeschaltet. Weitere Angaben wurden nicht gemacht. Weder das für die Region zuständige US-Kommando Centcom noch die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt UKMTO haben den Zwischenfall bislang bestätigt.
Unklar ist zudem, ob und wie viele Seeminen der Iran in dem Gebiet verlegt hat. Die britische Zeitung "Guardian" zitiert eine Aussage von Phil Belcher, Schifffahrtsexperte des Verbands Intertanko, nach seinem letzten Stand seien 80 Minen in der Meerenge verlegt. In einem Bericht von Mitte Mai zitierte der US-Sender CBS News unter Berufung auf anonyme US-Geheimdienstmitarbeiter, dass die USA mindestens zehn Minen in dem Seegebiet identifiziert hätten.
Die Straße von Hormus spielt eine Schlüsselrolle im weltweiten Energiehandel. Der Iran fordert von Handelsschiffen die Einhaltung einer festgelegten Passage und beansprucht die Kontrolle über die Meerenge für sich. Die iranischen Streitkräfte erklärten, sie hätten binnen 24 Stunden sechs Schiffe an der Durchfahrt gehindert, die eine "illegale und unsichere Route" genommen hätten. Der Iran hatte zuletzt mehrere Tanker angegriffen, die nahe der Küste des Oman durch die Meerenge fuhren. Teheran versucht damit, Schiffe zur Nutzung iranischer Gewässer und zur Zahlung für eine sichere Durchfahrt zu zwingen. Eine solche Gebühr hatte der Iran im Juni angekündigt und immer wieder auch in den Verhandlungen mit den USA ins Spiel gebracht - nach eigenen Angaben, um die Kriegsschäden zu bezahlen.
Quelle: ntv.de, raf/dpa