CSD-Anschlag in Berlin: Bekennervideo auf Handy entdeckt
CSD-Anschlag
Attentat in Berlin: IS-Bekennervideo auf Handy des Täters entdeckt
Bundesanwaltschaft bestätigt Bericht: Der 21-jährige Abdul B. bekannte sich in Video zum Islamischen Staat.
Nach dem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin haben Ermittler auf dem Handy des mutmaßlichen Täters Abdul B. ein Bekennervideo gefunden.
Die „Bild“ berichtete zuerst, dass Ermittler auf dem Handy des Attentäters ein Video entdeckt haben, auf dem der 21-Jährige sich zum Islamischen Staat bekennt. Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft bestätigte den entsprechenden Bericht auf Nachfrage.
Das Video beinhalte unter anderem einen Treueschwur auf die Terrororganisation Islamischer Staat (IS). Ob es sich bei der Person in dem Video sicher um Abdul B. handelt, blieb zunächst offen. Nach Informationen des «Spiegel» ist der Mann auf dem Video verhüllt, es soll sich aber mutmaßlich um Abdul B. handeln. Laut „Bild“ wurde das Video am 25. Juli aufgenommen – also am Tag des Anschlags.
Anzeige
Abdul B. tötete bei seinem Anschlag eine Frau
Abdul B. war am Samstagabend mit einem gemieteten Lieferwagen in die Menschenmenge auf dem Berliner CSD gerast. Eine 65-jährige Frau aus Polen wurde bei dem Attentat getötet, 29 weitere Menschen teils lebensgefährlich verletzt.
Anzeige
Der 21-Jährige war den Behörden bereits bekannt: Er galt als Gefährder und wurde von den Sicherheitsbehörden überwacht. Eine Überwachungskamera filmte Abdul B. eine Stunde vor dem Anschlag noch dabei, wie er sein Haus verließ.
2025 versuchte Abdul B. sich dem IS anzuschließen
Anzeige
2025 versuchte Abdul B., sich in Syrien dem IS anzuschließen, und wurde dabei verhaftet. Im Mai war er zu 22 Monaten Jugendstrafe verurteilt worden. Er kam aus der Untersuchungshaft frei, weil das Urteil nicht rechtskräftig war. 2022 war er außerdem wegen Körperverletzung und räuberischer Erpressung verurteilt worden.
Am Samstagabend versuchte eine Spezialeinheit, Abdul B. in einer Berliner Gartenlaube festzunehmen. Dabei soll der 21-Jährige die Einsatzkräfte mit einem Stichwerkzeug bedroht haben. Er wurde vor Ort erschossen. (dpa/mp)