Altstadtfest in Bestform: Zehntausende feiern den Sommer – „perfektes Konzept“
Stand: 26.07.2026, 12:40 Uhr
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Das Altstadtfest in Fürstenfeldbruck lockte am Wochenende Zehntausende Besucher in die Innenstadt. In der Pucher Straße gab es erstmals ein alternatives Konzept.
Fürstenfeldbruck – Bruck konnte wieder feiern: Nach den Wetterkapriolen vom vergangenen Jahr hielt das Wetter beim diesjährigen Altstadtfest zumindest am Freitag und Samstag. „Wir brauchen dringend Regen, aber bitte frühestens in der Nacht auf Montag“, fasste Oberbürgermeister Christian Götz den Wunsch vieler zusammen. Der Rathauschef freute sich insbesondere über das neue alternative Konzept in der Pucher Straße. „Aber ich fand alle Bands, die ich gehört habe, cool und authentisch.“ An der Hütte der Stadt wurden zudem viele der neuen SOS-Bändchen für Kinder ausgegeben, auf denen Eltern ihre Telefonnummer notieren können.

Altstadtfest in Fürstenfeldbruck: Stände an Straße entlang aufgebaut
Vielfältige Stände waren entlang der Straßen aufgebaut. Der KBV Aich lieferte einen Vorgeschmack auf sein Weinfest. Zum Essen gab es Pommes mit aufwendigen Beilagen wie Käsesauce und Speck. „Das ist gerade im Kommen, aber beim Altstadtfest gab es das noch nicht“, erklärte Vorstand Flo Schmid. Nebenan bot der BVTA Fürstenfeldbruck aus ähnlichen Überlegungen heraus Köfte und Sucuk an. „Wir unterstützen damit die wachsende Jugendarbeit“, freute sich Präsident Bayram Sal. Zum Trinken gab es nur Softdrinks: „Wir wollen hier Familien und keine Betrunkenen.“
Dagegen gab es an der „Volleybar“ der entsprechenden Abteilung des TuS Fürstenfeldbruck Frozen Cocktails und Limes mit und ohne Alkohol. „Wir haben seit Corona verschiedene Sachen probiert, jetzt haben wir das perfekte Konzept gefunden“, resümierte Organisator Quirin Droth. Den Trend zu mehr alkoholfreien Alternativen gibt es ebenso an der seit Jahren etablierten Bar der Heimatgilde. „Wir machen die Arbeit wegen des Spaßes“, meinte Zeugwart Daniel Mayrhörmann.
Sophia Gautsch war am Freitag und Samstag auf dem Fest: „Ich mag die Atmosphäre und treffe hier Freunde.“ Ein junggebliebener Herr kam jeden Tag und schätzte vor allem die Darbietungen.
Da war auch einiges geboten: An der Leonhardikirche präsentierte „Brainscha“ ihren Pop-Punk, mit dem die Band inzwischen in ganz Deutschland unterwegs ist. Frontmann Michael Bramer kletterte einmal stilecht an der Bühnenseite nach oben. „Es war schön, dass hierher unsere Freunde kommen konnten“, meinte der Mammendorfer. Vor dem Café Central coverte unter anderem „Generation Jukebox“ feinste Rock-Perlen. Das Repertoire entstand durch Zufall, erinnerte sich Gitarrist Daniel Jaud: „Das war eine Playlist, die ich während Corona erstellt habe und die immer mehr gewachsen ist.“
Viele sehr junge Fans jubelten Bassistin Linda Gärtner zu, denn sie arbeitet als Erzieherin. Sie freute sich über ein Wiedersehen: „Die Technik haben heute die Reimer-Brüder gemacht. Meinen ersten Altstadtfest-Auftritt hatte ich damals mit ihnen – bei der Partyband, die heute Sauwuid heißt.“
Ein Wiedersehen mit Fürstenfeldbruck gab es für Mathias Scheitzeneder, Sänger und Keyboarder der Coverband „Born Wild“ aus Wasserburg am Inn. Er war begeistert von der Stimmung an der Sparkassenbühne. Großen Jubel gab es, als der Realschullehrer für drei Songs seine ehemaligen Schüler, Schlagzeuger Sascha Pakai und Sängerin Kleo Leike, auf die Bühne holte, die heute für „Sauwuid“ und „Kleo mit K“ bekannt sind.
Entspannt zeigte sich am Samstag auch Organisationschef Daniel Brando. „Ich bin immer froh, wenn alles gut gegangen ist und alle ein schönes Fest hatten.“ (Der Anschlag in Berlin war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt, Anm. d. Red.)
Von Michael Probst