„Alles voller Blut“: Drogendealer schießt Mann ins Gesicht – dessen Leben ist nicht mehr dasselbe

Stand: 28.07.2026, 06:30 Uhr

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Wachtmeister führen Jonas T. (38) in Handschellen vor Gericht.

Wachtmeister führen Jonas T. (38) in Handschellen vor Gericht. © SIGI JANTZ

Ein Marihuana-Dealer schoss seinem Kunden aus nächster Nähe mit einer Reizgaspistole ins Gesicht. Das Opfer verlor sein linkes Auge und muss eine Prothese tragen. Am Landgericht wird Jonas T. der Prozess gemacht.

Er fuhr nach München, um Gras zu kaufen – doch dieses illegale Geschäft endete für Dimitri W. (31) in der Klinik. Sein Dealer Jonas T. (38) zockte ihn ab und schoss W. aus nächster Nähe mit einer Reizgaspistole ins Gesicht.

Schüsse ins Gesicht: Mann bei Drogendeal schwer verletzt

Am Landgericht wird der Fall vom April 2022 nun genau untersucht – mehr als vier Jahre danach ist das Opfer immer noch gezeichnet. „Mein linkes Auge wurde so schwer verletzt, dass ich dort blind bin und eine Prothese tragen muss“, schilderte Dimitri W.

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Der Kurierfahrer wollte ursprünglich für 1000 Euro 125 Gramm Marihuana kaufen und kam dafür von Königshofen in die Landeshauptstadt. Laut Staatsanwaltschaft plante Jonas T. aber von Beginn an, ihn auszurauben – gemeinsam mit einem Komplizen, der bereits verurteilt wurde.

Täter drückte aus nächster Nähe ab

„Nachdem ich die Scheine übergeben hatte, wollte ich die Ware kontrollieren. Aber die Tasche war fest verschnürt. ‚Du kannst uns vertrauen‘, sagten die beiden Typen. Als ich mich zu ihnen drehte, drückte einer ab. Ich spürte sofort einen scharfen Schmerz im Auge“, sagte Dimitri W. gefasst. „Ich war baff und alles voller Blut.“

Zwei Wochen lang lag er im Krankenhaus und wurde mehrfach operiert. Links sieht er gar nichts mehr, rechts nur 70 Prozent. Jonas T. droht jahrelange Haft, das Urteil fällt am 17. September.