46 Starter katapultieren Motorräder über mannshohe Steine

Stand: 13.07.2026, 17:00 Uhr

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Artistische Höchstleistungen in den Sektionen.

Steil bergab: Die Fahrer zeigten artistische Höchstleistungen in den Sektionen. © Hans-Gerhard Pfaff

Der ASC Melsungen hat die erste Hessisch-Thüringische Jugendtrial-Meisterschaft ausgerichtet. In acht Sektionen mussten die Fahrer ihre Maschinen über Naturhindernisse und mannshohe Steine balancieren.

Malsfeld – Artistik auf zwei Rädern und spektakuläre Balanceakte prägten am Wochenende das Ostheimer Trainingsgelände des ADAC. Der ASC Melsungen feierte mit der ersten Hessisch-Thüringischen ADAC/DMV Jugendtrial-Meisterschaft und dem Cup eine gelungene Premiere und eröffnete damit ein neues Kapitel im regionalen Trialsport. 46 Starter, darunter zwei Mädchen, aus ganz Hessen kämpften in acht anspruchsvollen Sektionen um Meisterschaftspunkte.

Platz eins für den sechsjährigen Lion Peter aus Hammelbach.

Ganz vorn mit dabei: Platz eins für den sechsjährigen Lion Peter aus Hammelbach. © Hans-Gerhard Pfaff

Der Veranstalter unter Vorsitz von Jutta Lämmert-Edenhofner und Fahrtleiter Leonard Laabs hatten das Gelände an der Autobahn sorgfältig vorbereitet. Naturhindernisse, mannshohe Steine, enge Kehren und technisch fordernde Passagen verlangten den Fahrern ihr ganzes Können ab. Im Trial entscheiden nicht Geschwindigkeit oder Motorleistung, sondern Präzision, Balance und Fahrzeugbeherrschung.

Nachwuchs soll gefördert werden

Jeder Fehler bringt Strafpunkte. Wer die Sektionen möglichst fehlerfrei meistert, liegt am Ende vorn. Die Idee, eine gemeinsame Meisterschaft für Jugendliche aus Hessen und Thüringen zu organisieren, entstand schon vor Monaten beim ASC. Vereinsmitglieder wie Luzian und Leonard Laabs sowie Meiko Keim, die bereits Erfahrungen bei Europa- und Weltmeisterschaften gesammelt haben, setzten sie nun in die Tat um. Ziel war es, den Nachwuchs zu fördern, die Vereine besser zu vernetzen und dem Trialsport mehr Sichtbarkeit zu verschaffen. Mit dem ASC Melsungen fand man einen engagierten Gastgeber, der nicht nur die perfekte Location bot, sondern mit erfahrenen Helfern auch für einen reibungslosen Ablauf sorgte. Insgesamt hatte der ASC mit seinen Helfern acht Sektionen vorbereitet, die dreimal zu durchfahren waren.

In den verschiedenen Leistungsklassen – von den jüngsten Einsteigern auf Automatik- und Elektro-Trials bis zu den erfahrenen Jugendlichen und Erwachsenen in den Expertenklassen – kämpften die Teilnehmer verbissen, aber fair um jeden Strafpunkt. Die Punktrichter notierten jeden „Fußfehler“ unerbittlich. Besonders in den höheren Klassen stockte den Zuschauern oft der Atem.

Wenn die Teilnehmer ihre Maschinen fast aus dem Stand über mannshohe Hindernisse katapultierten, zeigte sich, warum Trial als die „Hohe Schule“ des Motorradsports gilt. Besonders beeindruckten die „Minis“ und „Kids“ ab sechs Jahren, die auf Elektromotorrädern starteten.

Dort sammelten die jungen Mitglieder aus Hammelbach (Odenwald) in der Klasse 7 die Pokale ein. Gegen die starke Konkurrenz aus Südhessen hatten die heimischen Fahrer keine Chance. Selbst der erfahrene Luzian Laabs aus Borken, der für den Verein und den MC Werratal Heringen startet, erreichte in der Klasse 2C am Samstag mit 53 Punkten nur den siebten Platz. In der Klasse 3C schaffte es Vivian Wachs aus Frammersbach mit nur fünf Punkten als beste weibliche Teilnehmerin auf Rang zwei.

Für den ASC Melsungen war die Premiere ein Erfolg. Anspruchsvolle Sektionen, engagierte Helfer und motivierte Nachwuchsfahrer machten die Veranstaltung zu einer gelungenen Werbung für den Trialsport.