Er trug dieselbe Nummer wie sein Vater – 1860 macht prominenten Abgang offiziell
1860-Stürmer Hobsch wechselt zu Drittligist aus Bayern
Stand: 16.07.2026, 13:38 Uhr
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Patrick Hobsch verlässt den TSV 1860 München. Der Stürmer wechselt ablösefrei zum SSV Jahn Regensburg – und unterschreibt dort langfristig.
München – Es war eine Liaison, die durchaus Früchte trug – und nun endet sie. Patrick Hobsch verlässt den TSV 1860 München und schließt sich dem SSV Jahn Regensburg an. Der 31-jährige Mittelstürmer wechselt ablösefrei in die Domstadt, wo er einen Vertrag bis 2028 unterschrieben hat. Für die Löwen ist es ein weiterer Abgang in einem ohnehin turbulenten Transfersommer – und für Hobsch selbst der nächste Schritt in einer Karriere, die ihn tief in den bayerischen Fußball verwurzelt hat.

Hobsch kam 2024 von der SpVgg Unterhaching nach Giesing, wo er wie einst sein Vater Bernd die Rückennummer 34 trug – eine Geste, die bei den Fans nicht unbemerkt blieb. In seiner ersten Saison gehörte er noch zu den Stammkräften, in der abgelaufenen Spielzeit kam er häufig nur noch von der Bank. Der Angreifer bestritt insgesamt 72 Drittligaspiele für die Löwen, erzielte dabei 17 Tore und legte zehn weitere auf. Im Toto-Pokal traf er in zehn Partien sogar elfmal. Noch Anfang März hatte Hobsch seinen Vertrag bei 1860 München verlängert.
Ex-Löwe Hobsch zu Jahn Regensburg: Vertrag bis 2028 unterschrieben
Auf der Vereinshomepage des SSV Jahn äußerte sich Hobsch zu seinem Wechsel: „Nach den persönlichen Gesprächen mit den Verantwortlichen war für mich schnell klar, dass ich es unbedingt machen will. Dementsprechend freue ich mich, dass es dann so schnell geklappt hat und ich künftig in diesem wunderschönen Stadion auflaufen darf. Für mich gilt es jetzt schnellstmöglich die Mannschaft komplett kennenzulernen und mich zu integrieren. Dann bin ich davon überzeugt, dass es eine runde Sache wird.“
Auch Regensburgs Sportdirektor Alexander Schmalhofer begrüßte den Neuzugang mit deutlichen Worten. Laut der Pressemitteilung des Vereins sagte er: „Patrick ist ein sehr torgefährlicher und erfahrener Mittelstürmer, der uns mit seinen Qualitäten, seiner Spielweise und seiner Persönlichkeit verstärken wird. Er hat seinen Torinstinkt über die letzten Jahre konstant nachgewiesen, daher freuen wir uns, dass er seinen Weg nun bei uns in Regensburg fortsetzt und beim Jahn auf Torejagd geht.“
Dass Hobsch und Regensburg zusammenfinden würden, hatte sich schon länger angedeutet. Bereits in der Vergangenheit soll der Jahn Interesse an dem gebürtigen Bremer bekundet haben. Seinen endgültigen Durchbruch im Profifußball feierte er zwischen 2021 und 2024 bei der SpVgg Unterhaching, wo er in 115 Spielen 70 Tore erzielte – eine Quote, die auch größere Klubs aufhorchen ließ. Beim TSV 1860 konnte er diese Ausbeute nicht ganz bestätigen, war aber vor allem in seiner ersten Saison ein wichtiger Faktor im Angriffsspiel der Löwen.
Nun also Regensburg. Hobsch bleibt damit in der 3. Liga, in der er sich bestens auskennt – und trifft dort auf einen Verein, der in der Oberpfalz mit klaren Ambitionen plant. Für 1860 hingegen reißt der Abgang eine weitere Lücke in den Kader, der sich nach dem Abstieg aus der 3. Liga ohnehin im Umbruch befindet. Wie die Münchner diese Lücke schließen wollen, bleibt abzuwarten. Immerhin hat 1860 den ersten prominenten Neuzugang verpflichtet. (ck)