17 Verkehrstote in Osthessen: Niedrigster Wert seit Bestehen der Behörde
Stand: 23.07.2026, 06:00 Uhr

Das Polizeipräsidium Osthessen hat die Verkehrsstatistik für 2025 vorgelegt. Statistisch ereignete sich alle 49 Minuten ein Unfall in der Region.
Hersfeld-Rotenburg – Die Zahl der Verkehrsunfälle ist in Osthessen im vergangenen Jahr erneut leicht gesunken. Wie aus dem Verkehrsbericht 2025 des Polizeipräsidiums Osthessen für die Landkreise Fulda, Vogelsberg und Hersfeld-Rotenburg hervorgeht, registrierte die Polizei insgesamt 10.713 Unfälle – 154 weniger als noch 2024.
Trotz des Rückgangs ereignete sich statistisch weiterhin alle 49 Minuten ein Verkehrsunfall in Osthessen. Insgesamt verunglückten 2.083 Menschen. Die Zahl der Schwerverletzten blieb mit 402 nahezu unverändert, während die Zahl der Verkehrstoten deutlich sank. 2025 kamen 17 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben – fünf weniger als 2024. Das bedeutete den niedrigsten Wert seit Bestehen des Polizeipräsidiums Osthessen.
Sorge bereitete der Polizei jedoch die stark gestiegene Zahl der Unfälle mit E-Scootern, die sich innerhalb eines Jahres verdoppelte. Ebenfalls deutlich zugenommen hat die Zahl der Schwerverletzten bei Pedelec-Unfällen. Als eine der Hauptursachen schwerer Unfälle nannte die Polizei weiterhin nicht angepasste Geschwindigkeit. Zudem musste statistisch alle drei Stunden ein Wildunfall aufgenommen werden.
Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg sank die Zahl der registrierten Verkehrsunfälle um rund zwei Prozent auf 2393. Auch die Zahl der Verletzten ging leicht von 445 auf 436 zurück. Allerdings stieg die Zahl der Schwerverletzten von 91 auf 98. Vier Menschen verloren bei Verkehrsunfällen ihr Leben. 2024 gab es noch acht Verkehrstote.
Die Verkehrssituation auf den osthessischen Autobahnen war im Jahr 2025 durch zahlreiche Dauerbaustellen auf nahezu allen Streckenabschnitten geprägt.
Insbesondere in den Baustellenbereichen führten eingeschränkte Fahrbahnbreiten, geänderte Verkehrsführungen sowie erhöhtes Verkehrsaufkommen immer wieder zu Verkehrsunfällen. Die Polizeiautobahnstationen Bad Hersfeld und Petersberg registrierten insgesamt 2346 Verkehrsunfälle. Dies entsprach bei 63 Unfällen weniger einem Rückgang um rund 2,6 Prozent gegenüber dem Jahr 2024.
Deutlich zurück ging 2025 die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschäden auf den osthessischen Autobahnen. Insgesamt registrierte die Polizei 209 Unfälle mit Verletzten – 29 weniger als im Vorjahr, was einem Rückgang von 12,2 Prozent entsprach. Auch die Zahl der Schwerverletzten sank spürbar von 62 auf 45 Personen. Deutlich niedriger war auch die Zahl der Verkehrstoten: Während 2024 noch acht Menschen bei Unfällen auf den Autobahnen in Osthessen ums Leben kamen, waren es 2025 nur zwei – ein Rückgang um 75 Prozent.
Polizei kontrollierte E-Scooter-Fahrer
Im Bereich des Polizeipräsidiums Osthessen wurden am Dienstag 81 E-Scooter und deren Fahrer überprüft. 23 Fahrzeuge wurden beanstandet, insgesamt stellten die Beamten 45 Verstöße fest. Dazu zählten unter anderem das verbotswidrige Befahren von Gehwegen und Fußgängerzonen, Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss sowie fehlender Versicherungsschutz. Die Beamten empfehlen den E-Scooter-Fahrern das Tragen von Fahrradhelmen, um die Risiken schwerer Kopfverletzungen bei Stürzen zu verringern.